Im Liberalen Treff am Donnerstag 18.07. führte Gemeinderat Horst Nebenführ einen Vorschlag für eine Umfahrung Leonbergs aus, um die leidlich bekannte Verkehrsproblematik an der Sonnenkreuzung in Leonberg und der Ortsmitte in Höfingen zu entschärfen. Der Vorschlag setzt auf dem Plan von Johannes Frey von den Freien Wählern aus dem Jahr 2019 auf, bietet aber eine verkürzte Strecke und einfachere Streckenführung an. Die vorgeschlagene Umfahrung führt vom Hasenbrünnele außerorts zur Strohgäustraße, direkt westlich weiter übers Glemstal zur Pforzheimer Straße, dann südwestlich über Fockental und Gebersheimer Straße und die Rutesheimer Straße, dann südlich über die S-Bahn hinweg zum Westanschluss. Der Landschaftsverbrauch und aufwändige Baumaßnahmen würden mit dieser pragmatischen Lösung minimiert.  Dieser Verlauf bietet sowohl dem täglichen Berufsverkehr als auch im Fall von Autobahnsperrungen am Engelbergtunnel eine ampelfreie, außerörtliche Umgehung sowohl Leonbergs als auch der Stadtteile Gebersheim und Höfingen.

Kathrin Jaki, Beisitzer im Vorstand des FDP Stadtverband Leonbergs setzte im Anschluss noch ein kurzes Schlaglicht auf die Digitalisierung in Baden-Württemberg und Leonberg. Gemäß Zahlen der Bundesregierung ist Baden-Württemberg das Schlusslicht unter allen Bundesländern gemessen an der Zahl der digital verfügbaren Verwaltungsleistungen. Als ob das nicht schon erschütternd genug wäre, liegt der Kreis Böblingen innerhalb Baden-Württembergs auf dem fünftletzten Platz. Das kann nicht der Anspruch vom Ländle sein und von einem Landkreis, in dem weltweit operierende Technologieunternehmen ihren Standort haben. Der Arbeitskreis Digitalisierung in der FDP will nun die Situation in der Stadt Leonberg sowie die Probleme und Chancen besser verstehen, um konstruktive Vorschläge machen zu können.